Herz und Hirn gehen manchmal getrennte Wege. Muss das so sein?

Dass eine Entscheidung nur pro oder kontra Hochzeit möglich ist, war zumindest die Annahme meiner langjährigen Freundin Heidi.

Nach 2 Jahren Witwendasein ist sie schon eine ganze Weile in einer wunderbaren Beziehung mit einem Mann.

Und wie zu erwarten, sind die ersten Anflüge in Richtung Hochzeit von ihm bei ihr sanft gelandet. Nicht konkret – aber wir Frauen haben für „sowas“ sehr feine Antennen.

„Was soll ich nur machen, wenn er mich fragt?“

„Ich will so gerne aus vollem Herzen ja sagen“.

Doch die finanziellen Vorteile, die sie durch den Tod ihres Mannes hat, würden mit einer offiziellen Trauung alle den Bach runtergehen. Da Heidi nicht nur Frau, sondern auch Mutter und neuerdings auch Großmutter ist, sind ihre Überlegungen absolut legitim und nachvollziehbar. Mit einer Pseudo-Romantik-Hochzeit würde sie für ihre Familie und sich große finanzielle Nachteile einfahren.

Was tun?

Ich habe ihr die Freie Zeremonie ans Herz gelegt.

Das Herz. Genau der richtige Ort für diese Form des Eheversprechens.

Was passiert dabei?

Es gibt die unterschiedlichsten Rituale, sich in der Freien Zeremonie zu verbinden:

Klassisch, wie bei einer standesamtlichen Trauungszeremonie. Oder in einem Heiratsritual das aus anderen Zeitepochen oder Kulturen stammt. z.B. Die naturnahe keltische Trauung.

Die modernen, symbolischen Rituale mit Kerzen, Steinen, Symbolen, mögen gereifte Paare genauso, wie ganz Junge. Sie sind echt und zeitlos. Habt ihr wenige Gäste? Oder ganz Viele? Die Wirkung ist immer die Gleiche. Herzerwärmend. Berührend.

Nicht jedes Ritual ist für jeden Paar geeignet.

Gerade in der freien Zeremonie sind die Grenzen aufgelöst. Was dann wirklich too much oder zu minimalistisch ausfallen würde, bespreche ich offen mit meinen Paaren im Hochzeitscoaching. Lege die harmonische und logische Abfolge nach euren Wünschen fest und achte darauf, dass die Umsetzung die Herzen aller erreicht.

Die Begleitung eines erfahrenen Zeremonienleiters oder Sprechers empfehle ich in jedem Fall.

Worte sind das Sprachrohr unseres Herzens.

Und diese Worte gehören gut recherchiert, einfühlsam vorbereitet und sympathisch ausgesprochen.

Eine, die mich mit ihren Qualitäten geradewegs überzeugt hat, ist Dr. Diana Albu-Lisson http://www.freie-zeremonie.at/freie-trauung/

Mit ihrer angenehmen, festen und dennoch weichen Stimme und ihrer freien und herzlichen Einstellung zu den Menschen, ist es mir ein Bedürfnis, sie gerne und freudig meinen Paaren als ihre Trauungsrednerin zu empfehlen. Wer sich einer solchen Aufgabe annimmt, muß wissen was er/sie da tut. Und sie weiß es.

Seid ihr ein Paar für das diese Form der Trauung gut ist?

Eine freie Zeremonie ist weit mehr als Ersatz von Standesamt oder Kirche.

Es gibt zig-andere Gründe, sich für diese Form des Ja-Wortes zu entscheiden.

Immer dann, wenn die konventionellen Wege keine Lösung bieten.

Und das ist bei unserer komplexen Lebensweise immer öfter der Fall.

Zur Zeit bereite ich ein Fest für ein Paar in Wien vor, das die offizielle Trauung in Argentinien (der Heimat der Braut) feiern wird. Ohne ihren Freundeskreis geht aber gar nichts. Und da Argentinien nicht um die Ecke liegt, wären die Freunde nicht dabei. Geht gar nicht.

Lösung: JA gesagt wird in Wien in einer freien Zeremonie. Bezeugt im Kreise ihrer besten Freunde. Und das wird sicher genauso freudig, innig  und ausgelassen gefeiert.

What a feeling!

Zurück zu Heidi.

Sie findet diese Lösung großartig. Maßgeschneidert auf ihre Situation.

„Glaubst du, wird der Peter das auch vollwertig und gut finden? Er ist schon ein wenig altmodisch“ sind ihre nächsten Bedenken.

Liebe ist im Herzen. Und ein Versprechen vor Zeugen ist für einen ehrenhaften Menschen genauso verbindlich, wie wenn er es vorm Standesbeamten oder einem Religionsvertreter machen würde.

Ich bin sicher, dass Hedi’s geliebter Peter das genauso sieht. Sie sowieso.

Denn die wahre Liebe ist überall dort, wo wir sie hineinlassen.

Zuerst darf der Peter die Heidi allerdings ganz offiziell fragen.

 

Herzliche Grüße an Euch, für die „besonders-anders“ richtig ist.

Elisabeth Brandl

Senior-Wedding-Planner bei Wedding-Vienna