WAS ES IST…..

Es ist Unsinn, sagt die Vernunft.
Es ist, was es ist, sagt die Liebe……

An dieser Lyrik von Erich Fried kommt kaum ein Hochzeitspaar vorbei.
Ist es doch tatsächlich der Stoff, aus dem die Geschichte jedes Liebespaares gewebt ist.

Und immer mehr Paaren wird bewusst, was sie mit der Hochzeit wirklich eingehen. Ein Bündnis zweier Welten, manchmal sogar gegen die Vernunft 🙂

Ein deutliches JA füreinander abzugeben.

In guten und in schlechten Zeiten. In Gesundheit und in Krankheit.

Bei all den wunderschönen Themen, die ich als Wedding-Planner mit betreuen und unterstützen kann und darf, ist das der eigentliche Kern der Hochzeit.

Die Trauungszeremonie.

Alle anderen Highlights der Hochzeit haben sich diesem Ritual unterzuordnen. Auch wenn das jetzt sehr streng oder sogar eng klingt: Es ist so.

Genau deshalb gibt es eine überschäumende Feier, eine Party – oder wie in einer gerade aktuellen Hochzeitsvorbereitung – sogar einen Ball.

Aus diesem Grund treffen Menschen zusammen die sich kennen oder ganz fremd sind. Vereinigen sich Sprachen, Religionen, Hautfarben. Alte, Junge. Von nebenan oder von ganz weit her.

Tatsächlich ordnet sich dem Trauungsritual alles Weitere von selbst unter.

Ich erinnere mich an die kirchliche Trauung von Freunden vor vielen Jahren (dass mich mein Ruf je zu Hochzeiten führt, hätte ich damals vehement bestritten). Wir, der Freundeskreis, waren damals allesamt total cool und lässig. Und nicht mehr jung genug, um unser damaliges Handeln der Jugend in die Schuhe zu schieben. Vor lauter Lässigkeit sind wir mit dem gefüllten Spritzerglasl (auf Deutsch: Weinschorle in einem Henkelglas) in die Kirche und haben nach geleertem Inhalt das Glas auf den Haken in den Kirchenbänken verewigt und herumgealbert. „Eing’spritzt“  halt (auf Deutsch: leicht betrunken). Und taten so, als würde uns das, was vorne am Altar passiert am Allerwertesten vorbei gehen.

Heute noch spüre ich das Gefühl deutlich, dass ich damals etwas Großes in den Schmutz gezogen habe, was meine höchste Aufmerksamkeit und tiefsten Respekt erfordert hätte.

Doch ich hab ihn verpasst.

Den Moment, in dem etwas Magisches passiert.

Ob wir an Magie glauben oder nicht. Dieses klare JA zweier Menschen lässt uns genau das fühlen, was Erich Fried mit seinen Worten beschrieben hat.

Keltische Zeremonie und kirchlicher Segen. Geht doch.

Vielleicht sind Sie die Nächsten die sich trauen. In einer christlichen Zeremonie, in einem keltischen Ritual, einer freien Trauung oder ob Sie die standesamtlichen Trauung feierlich zelebrieren – für Sie soll es passen und das Juwel ihrer Hochzeit sein.

Ich werde in den nächsten Blogs immer wieder ein Ritual zum Anlass nehmen, um mögliche andere Wege für Sie sichtbar zu machen.

Und für alle, die nicht lange nach Frieds „WAS ES IST“ suchen wollen:

Es ist Unsinn, sagt die Vernunft.

Es ist, was es ist, sagt die Liebe.

 

Es ist Unglück, sagt die Angst.

Es ist aussichtlos, sagt die Einsicht.

Es ist, was es ist, sagt die Liebe.

 

Es ist lächerlich, sagt der Stolz.

Es ist leichtsinnig, sagt die Vorsicht.

Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung.

Es ist, was es ist. Sagt die Liebe.

                                                    Erich Fried

Sollten Sie sich fragen, wie ich die Hochzeitsparty unserer Freunde weiter erlebt habe: Ich habe mich den Abend lang total fehlplatziert gefühlt. Kein Wunder. Bei der eigentlichen Hochzeit war ich ja auch nicht dabei.

Keep in mind: Ihre Hochzeitszeremonie verdient den vollen Respekt und Aufmerksamkeit. Aller.

Auch dazu kann ein gefühlvoller Wedding-Planner viel beitragen.

Herzlichst

Elisabeth Brandl