Warum der Heiratsantrag wirklich wichtig ist.

Eine der ersten Fragen, die ich Paaren stelle, wenn sie zu mir kommen ist: „Wie war denn der Heiratsantrag“?

Sofern ich nicht selbst bereits involviert war, höre ich hier oft erstaunliche, schöne, zu Herzen gehende Geschichten. Ein Erlebnis, das diese beiden Menschen für immer in sich tragen und ihre Augen zum Leuchten bringt.

Sie haben damit einen neuen Weg für ihre Beziehung gewählt.

Viele tun das ganz unbewusst. Vielleicht, weil sie von Medien dahingehend „inspiriert“ wurden, dass man „daraus was machen kann“.

Ein Ritual der Wertschätzung, das sich tief eingräbt

Die meisten tun es aus einem ganz anderen Grund: aus Wertschätzung diesem anderen Wesen* gegenüber.

Selbst sehr Beschäftigte, sehr Geerdete und solche die mit Kreativität eher weniger gut ausgestattet sind.

Die landen dann öfter bei mir, um einen Weg zu finden, ihrem geliebten Menschen auf Augenhöhe zu fragen, ob er ein offizielles JA für diese Verbindung erhält.

Auch, wenn das auf den Knien passiert 😉

Solltest Du eine Frau* sein, die das gerade liest: selbst wenn es möglicherweise eine altmodische Geste ist. Lass dir dieses Ritual schenken.

Es ist ein so starkes, schönes Ritual – die Verneigung vor unserer Weiblichkeit.

Und nicht, wie Einige meinen, „zurück in die Steinzeit von Frauen“. Das wäre schlichtweg falsch. Wenn der Mann* sein Standing hat, dann ist es Wertschätzung pur. Und braucht seine volle Courage. Er betritt eine Welt, die weiblichen Wesen viel vertrauter ist: Die Gefühlswelt. Unbewusst weiß das jeder männliche Part in einer Beziehung.  

Jeder Heiratsantrag, den ich bis jetzt begleiten durfte, hat eine Gefühlswelle ausgelöst und reißt selbst die “coolsten Hund ” mit.

Solltest Du ein Mann sein, der das gerade liest: Dieses Ritual ist eine gute Vorbereitung für das Hochzeitszeremoniell. Du betrittst quasi die Übungsmatte.

Ich bin jedes Mal erstaunt, wie viel Zeit, Romantik und Kreativität dann tatsächlich da sind, wenn Männer sich darauf einlassen, von Beginn weg JA zu sagen.

Mit wieviel Freude sie mir von ihrer zukünftigen Frau erzählen.

Was sie mag, was sie nicht mag. Was ihr wichtig ist. Erstaunlich, welche Details und in welcher Tiefe Männer ihre Frauen erleben. Das ist großartig. Genau die richtige Basis für die Planung und Organisation, die ich brauche, damit es SEIN Antrag wird.

Wie jedes Ritual – auch die Hochzeit ist nichts anderes – macht der Heiratsantrag etwas mit Euch

Auch wenn in unserer so aufgeklärten, digitalisierten und funktionierenden Welt alles angeblich eh so einfach und selbsterklärend funktioniert:

Gefühle bringen uns immer wieder zum straucheln. Und es ist nicht egal, wie wir diesen Schritt in die gemeinsame Zukunft setzen.

Ob nebenbei, weil es ja eh klar ist, dass wir zusammen sind.

Oder: ob wir unseren gegenseitigen Respekt, unsere Hochachtung und unsere Freude aneinander in einer Zeremonie ausdrücken.

Aus Erfahrung lernen – let it be YOUR story!

Mein burgenländischer Großvater, der ein fest verwurzelter Mensch war, hat es so ausgedrückt: „G’heirat is ned Kappl tauscht“.

Also: Heiraten bedeutet mehr, als die Käppis zu tauschen.

Auch er ist als g’standener Mann vor meiner winzig kleinen Oma auf die Knie gegangen und hat um ihre Hand angehalten.

Jedes Mal, wenn mir die Beiden von ihrer Liebesgeschichte erzählten, haben sie sich wie ein eingeschworenes Ganovenpaar, das den ganz großen Coup gelandet hat, angeblitzt.

Lasst euch EURE Geschichte nicht wegnehmen. Es gibt keinen Grund dafür.

Und sei er noch so logisch und rational erklärbar. Weil den Part könnt ihr beruhigt mir überlassen.

Hier gibt’s mehr dazu: https://www.wedding-vienna.com/wedding-services/

Herzlich

 

* Love is love. Ich spreche immer auch Same-Sex Paare an.